WEIT>>SICHTEN – DER PODCAST VON AFILEON
Die Beratungsbranche im Umbruch: Big Four, Tech und Mittelstand
03. September 2026 · 16 Minuten · Corporate Agenda · Frank W. Jacob und Jan-Menko Grummer
Shownotes
Der Markt für Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung verändert sich grundlegend — durch Digitalisierung, neue digitale Anbieter und den anhaltenden Fachkräftemangel. Im Gespräch mit Frank W. Jacob ordnet Jan-Menko Grummer die Marktstruktur ein: von den Big Four, die mehr als die Hälfte des Branchenumsatzes auf sich vereinen, über die Next Six bis zu dem verbleibenden Drittel aus kleinen und mittelständischen Kanzleien. Er erläutert, warum digitale Anbieter ohne Steuerberatungskompetenz den Wettbewerb dennoch stark beeinflussen, wie die E-Rechnung diese Entwicklung beschleunigt und weshalb sich die Anforderungen an Ausbildung und Berufseinstieg verschieben, wenn KI die klassischen Junior-Tätigkeiten übernimmt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Unterschied zwischen industrialisierten Corporate-Strukturen und der persönlichen, vertrauensbasierten Arbeitsweise des freien Berufs. Vor diesem Hintergrund diskutieren beide die in der Wirtschaftspresse formulierte These, ein Verbundmodell wie Afileon könne ein „Rettungsanker" für dieses Berufsbild sein: zentrale Funktionen wie Technologie, Administration und Weiterbildung auf einer gemeinsamen Plattform — bei unternehmerischer Eigenständigkeit der einzelnen Kanzlei. Abschließend beschreibt Jan-Menko Grummer, welche Chancen sich daraus für Mandanten und Mitarbeitende ergeben — für ihn „back to the roots" des freien Berufs.
🤖 KI-Hinweis: Diese Folge wurde mit Hilfe von KI-Tools produziert.
Diese Folgen dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Steuerberatung im Einzelfall. Für eine konkrete Beurteilung Ihrer Situation wenden Sie sich bitte an einen Steuerberater Ihres Vertrauens. Berufsrechtlicher Hinweis nach § 57 Abs. 1 StBerG und § 9 BOStB.
01:03:19.483 — 01:03:38.523 · Speaker 1
Es sind ja meistens Menschen, die sich bewusst gegen eine Industriekarriere entscheiden, die bewusst diesen Beruf antreten, weil sie eben eigentlich sich die unternehmerische Freiheit in irgendeiner Form dann auch wünschen und haben wollen. Und das schafft man eben nicht in diesen Großbetrieben.
01:03:42.523 — 01:03:53.723 · Speaker 2
Herzlich willkommen, lieber Jan-Menko Grummer, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Mitglied des Beirats von Afileon herzlich willkommen!
01:03:54.443 — 01:04:01.363 · Speaker 1
Ja, vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich, hier zu sein und freue mich auf ein spannendes Gespräch in dynamischen Zeiten.
01:04:01.843 — 01:04:24.923 · Speaker 2
Jan Wir haben in dieser Podcastreihe schon intensiv über die inhaltliche Transformation der Wirtschaftsprüfung und Steuerberatungsbranche gesprochen. Aber es gibt ja noch andere riesige Veränderungen im Markt, nämlich die Veränderung des Markts selbst, also eine Transformation des Marktes. Wie siehst du das?
01:04:25.723 — 01:05:39.833 · Speaker 1
Ja, es gibt eine ganze Menge Veränderungen. Vielleicht fange ich einmal kurz an, die Rahmenbedingungen ein bisschen abzustecken, die natürlich diese Veränderung im Wesentlichen beeinflussen. Natürlich ist das Thema Digitalisierung und Innovation in dieser Branche so groß wie noch nie.
Es gab natürlich immer schon Innovationen, die dann mehr auf regulatorischer Ebene stattfand, aber heute durch Digitalisierung im Wesentlichen natürlich auf der Prozessebene, dem operativen Tun und vollumfänglich auch natürlich in der ganzen Vernetzung mit Mandanten und anderen Institutionen, sodass man als Anbieter von Steuerberatung und Prüfungsleistungen gar nicht umhin kommt, dieses Thema aufzunehmen, weil das den Wettbewerb natürlich stark bestimmt.
Und Wettbewerb kommt eben nicht nur klassischerweise von den anderen Marktteilnehmern, die eben auch Wirtschaftsprüfung und Steuerberatungsleistungen anbieten, ob klein oder groß, mit unterschiedlichen Kompetenzen, sondern auch durch Digitalisierung neuer Anbieter. Man denke nur an diese digitalen Marktteilnehmer, die Lohnbuchhaltung anbieten Finanzbuchhaltung anbieten, aber eben keine Kompetenzen in der Steuerberatung haben, aber durchaus natürlich einen starken Einfluss auf die Branche haben werden.
01:05:39.873 — 01:05:48.713 · Speaker 2
Das sieht man ja schon zum Beispiel in den USA. Diese Entwicklung, die schon ein paar Jahre voraus und man kann nur vermuten, dass der Markt hier auch unter so einen Druck gerät.
01:05:49.713 — 01:07:14.353 · Speaker 1
Er ist schon mittendrin. Also auch in Deutschland und Europa gibt es ja schon verschiedene Anbieter, die gerade die Lohnbuchhaltung gibt es da einen ganz renommierten Anbieter, den wir alle kennen, aber auch in der Finanzbuchhaltung? Und jetzt mit der Rechnung über Digitalisierung. Zunehmend wird das wahrscheinlich auch noch andere Geschäftsmodelle und Wettbewerber anlocken, die aber alle das Problem haben.
Sie sind keine Steuerberater und die Steuerberater haben das Problem Sie sind kein Digitalunternehmen, und da muss die Branche jetzt wettbewerbsmäßig sich aufstellen und am Ball bleiben. Weil natürlich
Digitalisierung, Effizienz, Kostendruck und ähnliche Themen reinbringt, die man als Steuerberater lösen muss.
Sonst verliert man das Rennen. Aber nicht nur Digitalisierung ist ja das Thema. Auch wir sprechen seit Jahrzehnten fast über Fachkräftemangel. Jetzt kann man sagen Durch Digitalisierung brauchen wir weniger. Das wird noch eine große Frage sein, die tatsächlich schwer zu beantworten ist. Wir brauchen andere, gegebenenfalls mit anderen Kompetenzen.
Wir brauchen weniger Junior, weil das vermutlich digitalisiert wird, was die Junioren bisher gemacht haben. Das hat wieder Auswirkungen auch auf das Ausbildungssystem. Das heißt, der Berufsanfänger sollte heute eigentlich schon erfahren sein, weil für die unerfahrenen Tätigkeiten heute KI und ähnliche Tools einsetzt.
Also auch das ist eine Riesenherausforderung an die Kanzleien.
01:07:14.953 — 01:07:29.153 · Speaker 2
Du bist ja seit vielen Jahrzehnten. Kennst du den Markt? Sehr gut. Und der war ja Über viele Jahrzehnte hat dieser Markt sich ja kaum verändert bei den großen Mitspielern. Und das verändert sich ja gerade sehr stark.
01:07:29.193 — 01:08:59.793 · Speaker 1
Also er hat sich immer entwickelt, so würde ich mal so sagen. Aber diese Änderungsdynamik, allein schon durch diese beiden Punkte, die ich bis jetzt genannt habe, die gab es natürlich nicht. Also, als ich angefangen habe in dieser Branche in den 90er Jahren, da gab es noch Big Seven und Big Eight und die sind dann zusammen gegangen und sind zu immer größeren Einheiten in die heutigen Big Four hineingewachsen.
Die mittelständischen Kanzleien heute, die Next Six. Die sind auch entstanden durch Zukäufe, organisches Wachstum und so hat sich der Markt aber über Jahrzehnte. Sagen wir es mal so in die Richtung bewegt. Ich meine, die Big Four machen heute mehr als die Hälfte des Umsatzes im Bereich Wirtschaftsprüfung Steuerberatung immer noch Unternehmensberatung mit drin.
Also in dem kompletten Serviceportfolio einer Big Four. Die Next Six sind dann mit weiteren 10 % da. Das sind schon mal fast 2/3 durch die ganz großen und mittelgroßen Gesellschaften abgedeckt. Und 1/3 bleibt übrig für die kleineren Kanzleien, die Einzelkämpfer, die mittelständischen Kanzleien, häufig auch sehr stark familiengeführte Kanzleien, die aber natürlich eine Riesenfunktion für Mandanten, Mitarbeiter und Gesellschaft in unserer Gesellschaft wahrnehmen.
Und um die lohnt es sich zu kümmern. Und wenn ich jetzt die Initiative der Steuerberater gesehen habe Auch die hatten ein großes Verlangen danach, diesen freien Beruf abzusichern.
01:09:00.793 — 01:09:21.313 · Speaker 2
Wenn man sich die unterschiedlichen Cluster kann man sie ja nennen, von denen du gesprochen hast, anschaust. Was bedeutet das aber konkret für eine mittelständische Kanzlei in dem wie von dir beschrieben aufgestellten Markt und auch schon mal konkret Was bedeutet das für ein Unternehmen wie ihr?
01:09:21.313 — 01:11:14.013 · Speaker 1
Ja, ich glaube, das hat eben sowohl für die Kanzlei, die Mitarbeiter und die Kunden Mandanten erhebliche Auswirkungen. Wenn ich an die vier Großen jetzt denke, da kann man schon sagen, die haben dieses Geschäftsmodell. Industrialisiert sind sehr hierarchische Strukturen, feste Karrierewege mit sehr differenzierter Fachkompetenz.
Mandanten werden von häufig wechselnden Teams meistens betreut, was eigentlich typisch für ein Industriebetrieb ist, was aber nicht typisch für diesen freien Beruf ist. Zumindest so, wie es sich Berufskammern Gesetzgeber vor vielen Jahrzehnten mal vorgestellt hat, nämlich der eigenverantwortlich, kreativ und mit einem hohen Vertrauensverhältnis mit seinem Kunden und seinen Mitarbeitern dieses
Geschäftsmodell betreibt.
Und da sehe ich einen Riesenunterschied zwischen dem unteren Drittel. Wenn ich es jetzt von der Unternehmensgröße sehe und den oberen Hälfte, das sind die Big Four, aber auch, was dazwischen ist. Also wenn wir über die Next Six oder Next fünf oder wie auch immer man das titulieren will, sprechen, dann streben die auch zunehmend diese Corporate Strukturen, die industrialisierten Strukturen an, durch Unternehmensgröße bleibt einem vielleicht auch gar nichts anderes übrig.
Sie sind gekennzeichnet durch ein zentrales Management, zentrale Managementfunktionen, die dann das operative Geschäft in verschiedenen Niederlassungen betreiben, also völlig anders als eigentlich die Kanzlei oder auch die mittelständische Kanzlei Ihr Geschäft betreibt mit vertrauensvollen Verhältnissen zu Mitarbeitern und Kunden, mit einem unternehmerischen, generalistischen Ansatz also, wo Individualität und Unternehmergeist großgeschrieben und auch gelebt werden und wo auch der Kunde das Verlangen danach hat.
01:11:14.053 — 01:11:14.692 · Speaker 2
Ich habe
01:11:15.853 — 01:11:21.413 · Speaker 2
vor kurzem in der Wirtschaftspresse einen Artikel gelesen, der etwas sicherlich provokant
01:11:22.453 — 01:12:05.573 · Speaker 2
bei den Veränderungen, die durch die Steuerberaterkammer angestoßen wurden, ansprach und und sagte, dass eigentlich ein Modell wie das von Afileon ein Rettungsanker sein kann für eben genau dieses Berufsbild, das du eben geschildert hast, wie es eigentlich vorgesehen ist, sowohl von den Kammern als auch von gesetzlicher Seite, dass es eben weiterhin, dass man zwar im Verbund tätig ist, aber dass eben dieses unternehmerische Denken und die eigentlich das eigenständige Auftreten weiterhin so betrieben werden kann.
Ich meine, es ist sicherlich etwas provokant formuliert, aber würdest du dem grundsätzlich zustimmen?
01:12:05.973 — 01:12:10.213 · Speaker 1
Also in jeder Provokation liegt auch ein bisschen Wahrheit. Auch in dieser würde ich sagen,
01:12:11.253 — 01:12:42.853 · Speaker 1
wenn ich jetzt die Großen nehme, die natürlich einen hohen Marktmacht haben und Marktanteile haben. Wenn ich jetzt die Entwicklung sehe, dass gegebenenfalls noch Tech-Unternehmen mit digitalen Innovationen im Wettbewerb zu mittelständischen oder kleineren Kanzleien stoßen, wird auf Dauer wahrscheinlich der Einzelkämpfer oder kleinere Kanzleien Schwierigkeiten haben, wettbewerbsfähig zu bleiben.
Das fängt damit an, dass die Technologie nicht hat oder auch die entsprechenden Mitarbeiter nicht mehr rekrutieren kann oder auch die Kunden einfach abwandern. Und wir
01:12:44.213 — 01:13:26.363 · Speaker 1
sehen schon, und das war auch der Grund, warum ich wirklich mehr als froh bin, bei diesem Projekt dabei sein zu können. In Form des Beirats eine Möglichkeit zu schaffen, den freien Beruf aufrechtzuerhalten, in dem man eine wettbewerbsstarke Plattform schafft, die zentrale Funktionen wie natürlich Technologische Innovationen und Ähnliches gemeinsam erarbeitet und schafft, aber die Individualität und den Unternehmergeist der einzelnen Kanzlei auf dieser Plattform unverändert lässt.
Und wir haben nicht ohne Grund auch Kanzleien unterschiedlicher Größe mit unterschiedlichen Strukturen. Und das soll auch ein Stück weit so bleiben.
01:13:26.403 — 01:13:28.163 · Speaker 2
Weil immer ähnlicher Denke.
01:13:28.683 — 01:13:29.603 · Speaker 1
Aber natürlich.
01:13:29.803 — 01:13:37.763 · Speaker 2
Weil das ja erfolgreiche Unternehmen und Unternehmer vorher waren. Genau soll das natürlich erhalten werden. Und um das abzuschneiden.
01:13:37.803 — 01:15:41.173 · Speaker 1
Und den fehlte eigentlich die Kompetenz und natürlich auch das Investitionsvolumen, diese Bereiche aufzuarbeiten, um im Wettbewerb Schritt zu halten und nicht am Ende alles an die großen Player in diesem Markt geht. Oder Teile dieser Serviceleistung an Tech-Unternehmen. Und man kann sehen, dass dieses Konzept eine Dynamik entwickelt, wenn man erkennt, dass die Kanzlei als solches in ihrem Mikroorganismus unternehmerisch entscheidend völlig autonom weiterarbeiten kann.
Aber wichtige Zentral Funktionen wie digitale Transformation und Investitionen oder auch regulatorische Herausforderungen, für die eine einzelne Kanzlei natürlich gar nicht die Kapazität und Zeit hat, die alle zu erfüllen, in einer solchen Plattform zentral abgenommen zu bekommen, ohne den Einfluss natürlich auf das operative Geschäft zu haben.
Ganz im Gegenteil. Administration, technische Infrastruktur und administrative Belastungen werden eigentlich aus der Kanzlei herausgenommen, damit sie den freien Beruf operativ in der kompletten unternehmerischen freien Gestaltung durchführen kann. Und dieses Modell scheint durchaus sich entwickeln zu können zu einer Struktur, die eben abweichend von der Corporate Struktur einer Big vier oder Nexus sechs oder wie auch immer sich etablieren kann.
Und das hat für mich nicht nur positive Auswirkungen auf die Kunden, weil kleinere und mittlere Unternehmen in Deutschland. Die wollen nicht von einem Industriebetrieb betreut werden. Denen ist eine persönliche Betreuung mit vertrauensvollen Beraterverhältnissen extrem wichtig, weil das auch sehr viel generalistischer stattfindet als in so einer Expertenveranstaltung als auch für Mitarbeiter, die natürlich viel agiler Karrierewege begehen können als in so einem Großunternehmen, wo es klare Hierarchiestufen gibt und Berufsjahre, die man erfüllen muss, um weiterzukommen.
01:15:41.493 — 01:16:05.633 · Speaker 2
Das ist ja auch etwas, was natürlich immer wieder gefragt wird und wo man immer wieder sagen muss Ja, die Kanzlei, Chefs, die ihre Unternehmen, ihre Kanzleien einbringen bei A4, die bleiben ja dabei. Die scheinen ja nichts aus. Das ist natürlich ganz wesentlich. Das ist ja People's Business. Das heißt, das, was du ansprichst, der Mandant, der eben seine Beratung gewohnt ist, in gewohnter Qualität ist ja, hängt ja an den Menschen.
Vor allem.
01:16:06.073 — 01:16:46.233 · Speaker 1
Und ich glaube auch, dass die Mitarbeiter zunehmend spüren, welchen Vorteil eine solche verbunden für sie auch was die eigene Karriereentwicklung und berufliche Flexibilität anbetrifft, hat. Weil in einer kleinen Kanzlei ist sowohl natürlich das Serviceportfolio als auch die Entwicklungsmöglichkeiten übersichtlich.
In einem großen Verbund ist es vielschichtig. Wir sind dabei, eine Akademie auszubauen, wo eben Mitarbeiter, Schulungen und Ähnliches stattfinden können, was vorher natürlich in einem kleinen Kanzleibetrieb gar nicht denkbar ist, also sowohl aus finanziellen Gründen, zeitlichen Gründen und aber
auch aus Kompetenz.
01:16:47.113 — 01:17:05.923 · Speaker 2
Gerade für jüngere Leute, die noch mal mobiler sind. Was den Arbeitsort und Arbeitsplatz angeht, kann das eine große Chance sein, dass wenn Sie eine gemeinsame digitale Plattform haben in einem Unternehmen, dass Sie trotzdem zwischen sehr selbständigen Kanzleien dann theoretisch hin und her wechseln können, wenn sich ihr Lebensort verändern muss.
01:17:06.683 — 01:18:14.753 · Speaker 1
Ich glaube, das Potenzial ist sehr groß. Es gibt, glaube ich, nur wenig Mitarbeiter und Kollegen, die ich in meinem Berufsleben kennengelernt habe, die sich als Berufstätige oder auch in dieser Branche arbeiten, mit so einer Corporate Struktur assoziieren. Es sind ja meistens Menschen, die sich bewusst gegen eine Industriekarriere entscheiden, die bewusst diesen Beruf antreten, weil sie eben eigentlich sich die unternehmerische Freiheit in irgendeiner Form dann auch wünschen und haben wollen.
Und das schafft man eben nicht in diesen Großbetrieben. Und ich glaube, heute und da ist Digitalisierung, denke ich, eine Chance. Wir brauchen nicht mehr diese Größe, um effizienten Service Portfolio am Markt zu platzieren, weil die Technik einem vieles abnimmt. Was wir viel mehr brauchen, ist dann den Berater, der wirklich mit Engagement und Herzblut und voller Motivation und dazu gehört eine gewisse Eigenständigkeit und Individualität diesen Beruf lebt und zusammen mit den Mandanten erfolgreiches Wirtschaftsleben generiert.
01:18:15.193 — 01:18:34.113 · Speaker 2
Das heißt, eigentlich etabliert sich ein zusätzliches Modell auf dem Markt, von dem du offensichtlich ausgehst, dass es gekommen ist, um zu bleiben, und dass damit eigentlich diese diese Entwicklungen, die wir sehen, noch an einem Ende des Spektrums erweitert.
01:18:34.153 — 01:18:37.873 · Speaker 1
Also ich glaube, es ist definitiv gekommen, um zu bleiben.
01:18:39.113 — 01:19:15.903 · Speaker 1
Das wird vielleicht nicht mein Wettbewerber erfreuen, aber das ist tatsächlich so und wenn ich mal 2025 Jahre zurückdenke, haben die Big Four ja damals noch sieben oder acht, wie viele auch immer, ähnlich angefangen und sind gewachsen durch Zukäufe, organisches Wachstum. Aber wir lernen jetzt aus den vielleicht Schwächenden, die in den 2030 Jahren sich aufgebaut haben.
Nicht umsonst sind die großen Player weltweit dabei, die Equity Partner zu reduzieren und in Partner zu wandeln. Da sieht man, dass dieses Modell unternehmerisch eben in seiner Skalierung auch an Grenzen trifft.
01:19:15.983 — 01:19:22.903 · Speaker 2
Also zusätzliche Chancen für Mitarbeitende, Mandanten und Kanzleien.
01:19:23.343 — 01:19:39.623 · Speaker 1
Eigentlich back to the roots, würde ich sagen, dass wir eine Unternehmensumwelt schaffen, um dem freiberuflichen Steuerberater und Wirtschaftsprüfer für seinen individuellen Karriereweg für die Mandanten, die eine persönliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit schätzen, zu ermöglichen.
01:19:40.423 — 01:19:43.063 · Speaker 2
Lieber Jan, ganz herzlichen Dank für deine Zeit.
01:19:43.103 — 01:19:45.103 · Speaker 3
Gerne! Vielen Dank!