Ich bekam sofort das Gefühl, dass meine Arbeit geschätzt wird und tatsächlich Sinn macht.
3 Fragen an Nicole Shingleton-Smith / Steuerfachangestellte & Teamlead bei der Afileon Kanzlei TLC
1. Nicole, du hast mir erzählt, dass du als gelernte Steuerfachangestellte das Team Accounting & Processing leitest. Kannst du uns erzählen, wie dein Arbeitgeber dich auf deinem Weg unterstützt hat und was dich letztlich motiviert hat eine Führungsrolle zu übernehmen?
Als ich im Juli 2020 zur TLC kam, brachte ich 30 Jahre Berufserfahrung als Steuerfachangestellte mit und gleichzeitig das brüchige Selbstvertrauen einer Person, die in ihrer vorherigen Firma unsichtbar gemacht wurde. Ich war die, die die Arbeit erledigte, aber ohne Titel, ohne echtes Vertrauen und ohne Anerkennung. Bei TLC änderte sich das vom ersten Tag an. Ich bekam sofort das Gefühl, dass meine Arbeit geschätzt wird und tatsächlich Sinn macht. Der entscheidende Moment kam in einem Mitarbeitergespräch mit Marcus. Er fragte mich ganz direkt, ob ich mir vorstellen könne, die Teamleitung zu übernehmen mit der Begründung: ich habe schließlich drei Kinder großgezogen und verfüge über die fachliche Reife. Diese Frage war überraschend, denn ich hatte mich selbst jahrelang in der untersten Hierarchieebene verortet. Das Zutrauen, das mir das Management damit schenkte, war die absolut größte Unterstützung. Ich sprang ins kalte Wasser und habe mir die Führungsrolle gemeinsam mit meinem Team und mit dem uneingeschränkten Rückhalt der Geschäftsführung erarbeitet. Heute, in der letzten Phase meiner Berufslaufbahn, erlebe ich hier täglich, wie es ist, wenn einem jemand Aufgaben zutraut, von denen man selbst nicht wusste, dass man sie meistern kann. Das ist die ultimative Motivation.
2. Wie würdest Du das Miteinander und die Zusammenarbeit im Team beschreiben – insbesondere im Hinblick auf den Austausch zwischen erfahrenen Kolleginnen und jüngeren Mitarbeitenden?
Das Klischee von der 'Firma als Familie' mag ich nicht besonders denn eine Familie sucht man sich nicht aus, ein Team aber gestaltet man aktiv. Und genau das tue ich. Ich verbringe mehr Zeit mit meinen Kolleginnen und Kollegen als mit meiner eigenen Familie, daher sollte der Umgang von größtmöglichem Respekt und Ehrlichkeit geprägt sein. Unser Team ist derzeit altersmäßig recht homogen, aber in der gesamten TLC schätze ich die gesunde Mischung aus jung und alt. Mir bedeutet dieser Austausch enorm viel. Ich freue mich jedes Mal, wenn junge Kolleginnen mit Fragen zu mir kommen und ich meine Erfahrung nicht nur in DATEV & Gesetzen, sondern auch in der Kunst des Mandantenkontakts weitergeben darf. Meine Führungsphilosophie ist simpel: Meine Tür steht immer offen. Ich erwarte und fördere, dass Probleme, sei es mit mir, untereinander oder mit der Arbeit, direkt angesprochen werden. Ich nehme jede Kritik ernst, denn nur wenn ich als Leiterin auch meine Fehler zugebe und abstelle, kann ein Klima des gegenseitigen Vertrauens und des echten Zusammenhalts entstehen.
3. Was schätzt Du besonders an Deiner Arbeit und an Deinem Arbeitgeber – was macht das Arbeiten hier für Dich persönlich so besonders?
Der vielleicht greifbarste Unterschied zu meiner früheren Karriere zeigt sich sonntagabends. Bis ich 51 war, war der Sonntagabend oft von einem bedrückenden Gefühl begleitet morgen wieder Büro, wieder Pflicht. Seit ich bei TLC bin, kenne ich dieses Gefühl nicht mehr. Die Arbeit hat aufgehört, nur Mittel zum Zweck zu sein; sie ist zu einer wohltuenden Erfüllung geworden, zu einem Teil meines Lebens, auf den ich mich ehrlich freuen kann. Das liegt vor allem an den Menschen, an den Kollegen, die zu echten Weggefährten geworden sind, an den Vorgesetzten, die mir mit so viel Vertrauen begegnen, und natürlich auch an der fairen Bezahlung. Dazu kommen die spannenden fachlichen Aufgaben und die Tatsache, dass wir zu 70% wirklich nette Mandanten betreuen dürfen. Diese Kombination macht den Alltag hier für mich persönlich absolut besonders.