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Weit»sichten: Warum Immobilienbewertung bei der Erbschaftsteuer so oft zum Problem wird
Weit»sichten: Warum Immobilienbewertung bei der Erbschaftsteuer so oft zum Problem wird
17.09.2026
Neue Folge des Afileon Podcasts Weit»sichten
In der neuen Folge unseres Podcasts Weit»sichten, im Strang „Experten Update“ spricht Prof. Dr. Stephan Knabe mit Michael von Arps-Aubert, einem der gefragtesten Steuerberater Berlins für Immobilienbewertung, über ein Thema, das viele Erbinnen und Erben kalt erwischt: den steuerlichen Wert einer geerbten oder geschenkten Immobilie.
Eingefrorene Freibeträge, gestiegene Werte
Die Freibeträge bei der Erbschaft- und Schenkungssteuer sind seit 2009 unverändert, während Immobilienwerte in dieser Zeit stark gestiegen sind. Die Folge: Viele Erbinnen und Erben überschreiten die Freibeträge heute deutlich schneller als ursprünglich vorgesehen.
Pauschale Bewertung ohne Blick aufs Detail
Die steuerliche Bewertung nach dem Bewertungsgesetz ist pauschal und berücksichtigt individuelle Merkmale einer Immobilie nicht, weder Wasserschäden noch Lärmbelastung. Das kann zu Werten führen, die weit über dem tatsächlichen Marktwert liegen. Michael von Arps-Aubert erklärt, wie sich mit einem Gutachten gegensteuern lässt und warum sich ein genauer Blick auf den Feststellungsbescheid fast immer lohnt.
Ein Beispiel mit über 380.000 Euro Unterschied
Wie groß der Effekt sein kann, zeigt ein Fall aus der Praxis: Bei einem einzigen Berliner Mietshaus macht es einen Unterschied von über 380.000 Euro Erbschaftsteuer, ob für den Bezirk ein Liegenschaftszinssatz veröffentlicht wurde oder nicht. Michael von Arps-Aubert hat dazu inzwischen ein Verfahren beim Bundesfinanzhof anhängig gemacht.
Wer hohe Immobilienwerte erbt oder überträgt, sollte sich diese Folge nicht entgehen lassen. Jetzt auf YouTube oder Ihrer bevorzugten Podcast-Plattform – und am besten gleich abonnieren!